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Wir über uns

Das Prinzip des "Etwas verwirklichen dadurch, dass man es weitergibt"


von Swami B.A.Paramadvaiti, Berlin, 4.5.99

Es ist nicht nur, dass wir zu Anderen etwas sprechen, wir predigen ja gleichzeitig zu uns selber

Denn das Thema ist nicht unser Besitz. Wenn wir predigen, fließt etwas. Zuerst, bevor wir anfangen zu predigen und über Krishna sprechen, sollten wir erst zu Krishna und unseren geistigen Meister unsere Gebete und Ehrerbietungen darbringen und darum bitten, dass sie unseren Mund, unseren Verstand und unser Herz benutzen, um eine Botschaft zu senden. Und das ist auch sehr schön erklärt, wo gesagt wird, dass Vyasa, der versteht das vielleicht oder er versteht es auch nicht. Shukadeva, der versteht das. Shiva versteht das. In anderen Worten. Vyasadeva, der Autor der vedischen Schriften, vielleicht versteht er das Bhagavatam, vielleicht versteht er es nicht völlig. Aber, wie kann es sein, wenn er es aufgeschrieben hat, dass er es vielleicht nicht völlig versteht. Und Shiva und Shuka? Wer versteht das? Das bedeutet, in der spirituellen Botschaft gibt es einen inneren Gehalt, der sich offenbart, wenn man die richtige Haltung hat und sich auf der richtigen Bewusstseinsstufe befindet. Oft sagen die Vaishnavas : "Etwas fließt durch mich. Ich weiß nicht, woher das kommt. Ich nehme es selber wahr, mit Erstaunen. Wo kommt das her!?" Diese Art von Situation habe ich in meinem Predigtleben sehr oft miterlebt. Dass Krishna einen ganz einfach benutzt.

Zum Beispiel taucht man plötzlich bei Jemanden im Traum auf, und predigt Krishnabewusstsein im Traum. Eines Tages in Kolumbien kam ein Mädchen zu mir, die ich persönlich noch nie wahrgenommen hatte. Sie war schon mal bei einem Vortrag, hatte mich da sitzen gesehen, aber ich hatte sie noch nie wahrgenommen. Und sie sagte: "Du bist diese Nacht zu mir gekommen. Du hast mir gesagt, ich soll mich hingeben und alle materiellen Anhaftungen aufgeben." Und ich schaute sie an: "Hm, sehr interessant." Also, ich war nicht auf Reise über Nacht, aber habe sie dennoch besucht. Ich wusste ja nicht einmal, dass sie existierte. Aber die Sache war echt, denn sie gab sich wirklich Krishna hin. Das war keine Oberflächlichkeit. Das war keine Spinnerei. Sie gab sich Krishna hin und wurde eine Gottgeweihte. So, da frage ich mich: "Was ist denn da los!? Was passiert denn da eigentlich in so einem Moment?" Nun, Krishna ist der Guru im Herzen eines Jeden. Krishna ist der Caitya Guru. Krishna überschaut das. Da hat man z. B. im Herzen jetzt das Bild eines geistigen Meisters, und Krishna möchte einem die Botschaft geben. Dann bestärkt Krishna die Botschaft durch ein Bild, was bereits im Herzen, im Unterbewusstsein graviert ist. Durch dieses Bild schickt Krishna die Botschaft zu einem. Und dadurch wird die Botschaft natürlich sehr lebendig und sehr nahe. Und wir nehmen sie auch sehr ernst. Die Vaishnavas empfinden, dass da etwas fließt, und wissen selber nicht genau, was da fließt. Das ist Krishnas eigene Botschaft. Und vielleicht blüht es in dem Einem mehr, im Anderen weniger auf. Weil der Eine es mit tieferer Aufrichtigkeit empfängt, der Andere aber gerade sehr abgelenkt war und es demzufolge nicht richtig mitbekommen hat. Wer kann das wissen?

Das heißt: "Bhagavat Parampara".

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