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Wir über uns

Das Prinzip des "Etwas verwirklichen dadurch, dass man es weitergibt"


von Swami B.A.Paramadvaiti, Berlin, 4.5.99

Trenne immer das, was Du für Dich selber brauchst, von Deinen Predigtaktivitäten

Wir sind alle hier geboren, um unseren Beitrag, um unseren Dienst zu bringen. Und derjenige, der denkt, dass er hier her geboren wäre, um irgendwie zu schauen, wie er mit der Energie der Anderen, auf Kosten der Anderen leben kann, der ist in einer ausbeuterischen Haltung. In Südamerika gibt es ein schönes Sprichwort(es ist ein wenig schlecht zu übersetzen),ob man mit dem Schweiße auf seiner Stirn weiterkommen möchte, oder ob man mit dem Schweiße auf der Stirn der Anderen weiter kommen möchte. Das ist also ein gewisses Dilemma, ein gewisser Widerspruch dieser Welt. Wie z.B. niemand möchte angestellt sein. Die Idee, der Angestellte eines Anderen zu sein, die verleiht uns überhaupt kein Behagen. Aber wenn Dir Jemand sagt, der dir nahe steht: "Du, ich habe eine Firma mit zwanzig Angestellten. Es läuft." Das gibt einem sofort großes Behagen. "Ach ja, wirklich, eine Firma hast Du? Die arbeiten alle, und es geht gut? Toll!" Aber einer von den zwanzig Angestellten zu sein, nein Danke! Da ist ein echtes Paradox in uns. Man möchte nicht abhängig sein von Anderen. Aber irgendwo in dieser materiellen Welt denkt man, wenn man es schafft, dass der Andere für einen arbeitet, dass das doch sehr angenehm wäre. Das ganze Prinzip dieser Ausbeuterwelt ist, immer zu versuchen, Andere für Einen arbeiten zu lassen.

Während Krishnabewusstsein bedeutet: "Wir arbeiten alle für Krishna." Deshalb gibt es Frieden nur im Krishnabewusstsein, denn da arbeiten wir alle, und wir erkennen das auch alle an, dass wir hier zum arbeiten sind, und dann hat `s auch Freude an seiner Arbeit. Niemand aber hat Freude an der Arbeit für irgend einen Chef. Da steht man sich eher gegenüber, schaut sich an und fletscht die Zähne. Eine völlig chaotische Beziehung. Und mit der muss man ein ganzes Leben lang leben. Das ist ganz unglaublich. Diese Spannung, die da entsteht! Und diese Paradoxe sind auf Grund von Ausbeutung. Während, wenn man weiß, nehmen wir mal an, mein Freud, ein Vaishnava hat eine kleine Industrie oder so was und der verdient viel Laksmi, aber der lebt selber sehr bescheiden, und gibt so viel zu Krishna und macht so viele tolle Sachen für Krishna und jetzt obendrein sagt der mir noch: "Du kannst für mich arbeiten! Ich gebe Dir dann genug, was Du zum Leben brauchst. Und unsere Firma wird Fortschritte machen, dass wir Krishna besser dienen können." Das ist doch toll. Da würde man sagen: "Ja, da mache ich mit!" Obwohl, auch das noch schwierig ist, denn auch da gibt es noch viel Misstrauen und Neid. Denn in dieser Welt hat uns das Misstrauen und der Neid nur so an der Gurgel. Man muss wirklich sehr vorsichtig sein. Grundsätzlich jedoch wollte ich damit sagen, dass wenn wir uns alle für Krishna anstrengen, es doch nicht so wichtig ist, ob der Eine dies oder der Andere das macht. Der Eine ist der Pujari; der Andere ist der Koch; der Andere geht auf Sankirtan. Wir arbeiten doch alle für etwas harmonisches Ganzes zusammen. Und das ist die Idee, dass man für Krishna alles machen soll in der vedischen Gesellschaft.

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