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Das Prinzip des "Etwas verwirklichen dadurch, dass man es weitergibt"


von Swami B.A.Paramadvaiti, Berlin, 4.5.99

Trenne immer das, was Du für Dich selber brauchst, von Deinen Predigtaktivitäten

Deshalb ist der entscheidende Punkt hier, und das ist für die Prediger sehr wichtig, dass man das, was man persönlich braucht, unbedingt von seiner Predigt trennen sollte. In anderen Worten: "Dafür arbeitet man." Wenn man persönliche Notwendigkeiten hat, dafür arbeitet man mit dem Schweiße seines Angesichts. Wenn man dann seine Arbeit beendet hat, bezahlt man, was immer man bezahlen will oder spart man, was immer man sparen will, oder macht man, was immer man machen will mit seinem persönlichen Einkommen. Und dann sieht man, wie viel davon gebe ich zu Krishna. Oder, wie viel Zeit gebe ich jetzt zu Krishna, nachdem ich meine Einkommen gedeckt habe. Man sollte seine eigenen Notwendigkeiten und die der Predigt nicht miteinander vermischen. Denn dann weiß man nicht, predigt der, um seine Einkommen zu decken oder ist es umgekehrt, dass er grad nur soviel macht, wie er braucht, um ganz entsagt, aber im Grunde nur für Krishna zu leben. Da sich aber alles leicht vermischt, und auch Misstrauen erregt, ist es wichtig, dass man seine persönlichen Notwendigkeiten ganz einfach mit seiner Arbeit deckt, und dann widmet man sich der Predigt.

Nun mag Jemand sagen: "Ja, ein Brahmacharya lebt doch auch im Tempel. Er bekommt sein Prasadam dort und der Tempelpräsident gibt ihm auch einen neuen Dhoti, wenn der alte kaputt ist. Und die Grundausgaben werden auch für ihn vom Tempel gedeckt." Das ist in Ordnung. Aber nur, wenn Jemand mit dem echten intensiven Wunsch, diese Gemeinschaft, diese Klostergemeinschaft, diese Ashramgemeinschaft zu fördern, im Tempel lebt. Und wenn er so hart arbeitet, dann sind die kleinen Sachen, die er für sich bekommt, nur ein unbedeutendes Fragment. Was auch keine Anhäufung von Reichtümern irgendwelcher Art beinhaltet. Denn sobald man anfängt und sagt: "Ja, aber ich will was sparen, ich will mir mal ein Haus kaufen, ich will mal `ne Firma aufmachen, oder was auch immer, sobald man sich in diesem Bewusstsein befindet, ist man ja kein Brahmacharya mehr. Das muss man ja nun klar sehen. Dann ist man ein Haushälter. Alles ist davon abhängig, auf welcher sozialen Ebene man steht. Brahmacharya, Grihastha, Vanaprastha und Sannyasa sind die vier sozialen Einteilungen der Gesellschaft, der spirituellen Einteilung. Und dann nach den verschieden Pflichten, die man ausführt, werden die Menschen in shudras, vaishiyas, kshatriyas und brahmanas eingeteilt. Jeder muss seine Position finden. Wo stehe ich denn? Wo bin ich denn? Und man soll sich auch darin glücklich fühlen. Man soll sich als Brahmacharya glücklich fühlen und man soll sich als Grihastha glücklich fühlen. Jetzt bin ich ein Grihastha und ich bin glücklich darüber. Nicht dass: "Ach, ich würde ja lieber ein Sannyasi sein, die arbeiten nicht so viel ." Meinst du? Da hast Du Dich getäuscht. Wenn Du denkst, Sannyasi zu sein, wäre die Fluchtpiste, damit man nicht so viel arbeiten müsste, wie für die Familie, dann bist Du aber völlig schief gewickelt. In dieser Welt müssen alle arbeiten und sich beteiligen. Alle werden geprüft, wie man sich beteiligt, wie man sich einbringt, um Anderen zu helfen. Das ist spirituelles Leben.

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