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Wir über uns

Das Prinzip des "Etwas verwirklichen dadurch, dass man es weitergibt"


von Swami B.A.Paramadvaiti, Berlin, 4.5.99

Trenne immer das, was Du für Dich selber brauchst, von Deinen Predigtaktivitäten

Die einzige Ausnahme dazu ist, wenn man völlig entsagt ist, und ausschließlich nur dafür lebt, um seinen Guru und seiner Mission zu dienen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Den habe ich selber in den jeweiligen Ansätzen und auch in seinen Auswüchsen beobachtet. Wenn man im Tempel lebt und ein Brahmachary oder noch mehr ein Sannyasi ist, der gesagt hat: "Ich habe kein Privatleben und keine privaten Pläne mehr. Ich existiere nur für die Mission meines geistigen Meisters. Und das macht mich völlig zufrieden. Das mach ich nicht, weil ich manipuliert worden bin, das mache ich auch nicht, weil mir nichts anderes übrig bleibt. Das mache ich auch nicht, um Andere mal nur so zu beeindrucken von meiner großartigen Bewusstseinsebene. Nein, das mache ich, weil ich es mir ersehnt habe, weil ich mich dafür entschieden und dafür die Berufung gespürt habe, und deshalb mache ich das aus meinem eigenem Glück heraus. Und ich lege meine Existenz in die Hände Krishnas. Mach` bitte jetzt mit mir, was Du möchtest. Einschließlich, wenn ich mal krank werde, bin ich davon abhängig, ob dann irgendein Freund in der Nähe ist, der Jemanden kennt, der mich behandeln könnte oder so. Ich mache mich völlig abhängig von Krishna."

Wenn es nicht so geschieht, dann ist das Leben natürlich gleich hoch kompliziert. Stell Dir mal vor, ein Sannyasi müsste seine Krankenversicherung bezahlen. Ich weiß nicht, was sie in Deutschland heute so kostet, aber ich denke mindestens 300, -DM monatlich. Das bedeutet, dass wenn Jemand wirklich 300, -DM zur Krankenversicherung bezahlen müsste oder wollte, er muss auf jeden Fall eine Arbeit haben. Wo bekommt er sonst 300, -DM her? Dies ist nur ein Beispiel von vielen. Aber ein interessantes Beispiel! Denn es handelt sich nicht um 30, -DM, sondern um 300,- DM o. 250,- DM. Was das kostet! Wenn Du keine Arbeit hast, kannst Du diese sogenannte Krankenversicherung nicht bezahlen. So, deshalb macht sich ein Sannyasi von Krishna abhängig. Das bedeutet aber auch, dass er es so akzeptiert, wie es kommt. Und dass er sagt: "Ja, wenn Krishna möchte, wenn ich krank werde, vielleicht ist ein Vaishnava in der Nähe oder ein Arzt, der bereit ist, mich zu behandeln?!" Aber das kann nur so sein, weil ich meine ganze Energie Krishna zuwende. Nicht, dass ich auf der einen Seite arbeite, mir eine Villa kaufe, der Reiche bin, und auf der anderen Seite spiele ich den Mönch, wenn ich krank werde. Und dann sage: "Du, ich bin Mönch, kannst Du mich nicht gratis behandeln?" Das wäre dann ein Widerspruch. Das kann man nicht miteinander verbinden.

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