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Wir über uns

Das Prinzip des "Etwas verwirklichen dadurch, dass man es weitergibt"


von Swami B.A.Paramadvaiti, Berlin, 4.5.99

Wir predigen nicht, um eine Institution ins Leben zu rufen. Sondern wir predigen, um die Gemeinschaft, die Institution der Vaishnavas und aller ihrer Mitglieder frei zu halten von unreinen Einflüssen.

Zum Beispiel Predigen in einer Vaishnavagemeinde ist eins der wichtigsten Aspekte überhaupt. Das bedeutet, den Anderen oder allen anderen Mitgliedern klar zu machen, dass sie hier sind, um zu lernen, wie man ein geistiger Meister wird. Dass sie hier sind, um zu lernen, wie man anderen Menschen Schutz gibt. Dass sie hier sind, um zu lernen, wie man Verantwortung übernimmt und die Ideale selber in sich verinnerlicht. Das passt nicht sehr gut mit unserer sehr nahe liegenden Faulheit zusammen. Denn in der Faulheit möchte man gerne, dass der Andere die Verantwortung übernimmt und: "Ich unterstütze ihn ein bisschen!" Aber das Leben fordert mehr von uns. Das Leben fordert von einem Jedem von uns spirituelle Verantwortung über Andere zu übernehmen. Der Beweis dafür ist, dass sobald sich Menschen verheiraten und ihre Kinder haben, sie voll verantwortlich für sie sind. Dann können die Eltern nicht mehr sagen : "Sollen mal andere danach schauen!" Die Natur hat es so erschaffen, dass die Eltern die Verantwortlichkeit für ihre Kinder tragen. Was heißt das!? Das heißt doch nicht nur füttern und kleiden. Das ist doch nicht die Verantwortung. Verantwortung heißt, dass sie ihnen alles geben, was sie brauchen, um von den wiederholten Geburten und Toden befreit zu werden. Dass sie ihnen alles geben, damit sie Liebe zu Gott entwickeln können. Das ist eine so große Verantwortung, auch nur Eltern zu sein. Und genau wie man Eltern ist, d.h. man hat Jemanden in seine Familie eingeladen, dadurch, dass man eben in der Familie ein Kind gezeugt hat. Genauso oder sehr ähnlich, wenn man über Krishna redet, dann passiert da etwas. Und durch dieses "Über Krishna sprechen" entsteht plötzlich ein spirituelles Familienmitglied, dass sich im Herzen verbunden fühlt, und dass eine innere spirituelle Abhängigkeit akzeptiert. So wie die Kinder ihre Abhängigkeit von den Eltern akzeptieren. Die werfen sich der Mutter in den Arm und sagen: "Bitte mach mit mir, was Du willst! Hier bin ich abhängig von Dir !" Und die Mutter hat diesbezüglich kein Problem. Und sie unternimmt dann alles, was das Kind braucht. Sie gewährt Hingabe und Zuflucht. Die Kinder nehmen Zuflucht bei ihren Eltern. Und die Eltern kümmern sich generell recht gut darum, dass es den Kindern auch einigermaßen geht. Aber im Sinne der spirituellen Verantwortung sind die Kinder eben dann auch Schüler, die alles lernen müssen, was Du selber schon gelernt hast. Das beste, was Du gefunden hast im Leben, das sollst Du Deinen Kindern weitergeben.

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