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Wir über uns

Das Prinzip des "Etwas verwirklichen dadurch, dass man es weitergibt"


von Swami B.A.Paramadvaiti, Berlin, 4.5.99

Wir predigen nicht, um eine Institution ins Leben zu rufen. Sondern wir predigen, um die Gemeinschaft, die Institution der Vaishnavas und aller ihrer Mitglieder frei zu halten von unreinen Einflüssen.

In jedem Fall werden alle Projekte von der Isthagosti organisiert, denn Einer alleine kann solche Sachen nun nicht machen. Man braucht immer die aktive Beteiligung und das Opfer von so vielen Anderen. Wenn wir predigen, dann ist es wichtig, dass sich diese Predigt immer auf die Substanz bezieht. Nicht dass wir durch das Predigen nur versuchen, den Körper eines Fahrzeuges zu erhalten. Es geht vor allem darum, dass sich dieses Fahrzeug auch immer in einem Zustand befindet, der dem eigentlichen Sinn entspricht. Wenn man das Fahrzeug als "Solches" verehrt, selbst wenn es gar nicht mehr fährt, das hieße dann "Formverehrung". Und es ist all zu leicht, dass man in diese Tendenz reinrutscht. Dass man eben äußere Dinge bewundert, obwohl sie gar nicht mehr der Substanz, dem inneren Gehalt entsprechen. Und das kann man auf allen Ebenen anwenden. In einer Vaishnavagemeinde dient die Philosophie, die Betrachtung der Philosophie, die Isthagostis, die jeweiligen Vorträge, und alle anderen Pläne vor allem dazu, mehr Menschen anzuziehen, um ihnen das Krishnabewusstsein näher zu bringen. All diese Dinge, die müssen immer rein sein. Die müssen frei sein von Einflüssen, die unsere spirituelle Kraft wegnehmen werden.

Die Tendenz einer Institution ist meist, dass alles versteift. Institutionen haben sehr wenig Flexibilität. Ganz besonders, wenn sie sehr groß werden. So lange etwas sehr klein und übersichtlich existiert, ist es nicht kompliziert. Wenn irgendwas nicht stimmt, merkt man das doch recht leicht. Aber wenn etwas sehr groß wird, viele Abteilungen bekommt und unüberschauhlich wird, dann kann es sehr leicht passieren ,dass sich Interessen einschleichen, die weder rein noch wirklich förderlich sind. Das ist nicht gerade ein angenehmes Thema für mich, denn so was bedeutet Kopfschmerzen. Aber das Leben hat immer irgendwelche Kopfschmerzen. Da kommt man nicht drum herum. So wie die Zähne doch sehr praktisch sind, aber manchmal hat man auch Zahnschmerzen. Dann kann man nicht einfach sagen: "Na ja, die ignoriere ich einfach!" Nein, wenn Du die Zahnschmerzen hast, musst Du diesbezüglich was tun, sonst werden die nämlich unerträglich. So ähnlich ist es, wenn man eine Institution hat. Da muss man sehr nach Reinheit schauen. Und muss man sehen, dass alle individuellen Mitglieder der Vaishnavagemeinde auch immer wieder diese Selbstüberprüfung vornehmen. Oder von der Isthagosti die Qualität des Dienstes überprüft bleibt und dass alle die Fähigkeit haben, zu wachsen.

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