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Wir über uns

Die Predigt


von Swami B.A.Paramadvaiti, Berlin, 4.5.99

"1973 - Swami B.A.Paramadvaiti predigt in Ostberlin"

So deshalb, was bietet man an? Man bietet sich an, ein Jemand zu sein, der etwas weiterleitet, was er hört, ohne es mit anderen Motivationen zu verbiegen, um es seinen eigenen Vorstellungen entsprechend sich nützlich zu machen. Denn das ist wieder was ganz anderes. Das kann aber auch Jemand machen, nachdem er dreißig Jahre Krishnabewusstsein studiert hat. Da kann er immer noch die Sache zu seiner Sinnesbefriedigung oder Spekulation entsprechend verbiegen. Deshalb können wir überhaupt nicht damit übereinstimmen, dass es die Botschaft Sri Caitanya Mahaprabhus sei, dass wir erst dann anfangen zu predigen, nachdem wir eine großartige Vorbereitung hatten. Sondern, das Predigen ist die Vorbereitung. Und zu dieser Vorbereitung, zu diesem Bhajan gehört es auch, das weiterzuleiten, wenn man Jemanden triff. Nun, ganz konkret und im Individuellen hängt so etwas natürlich völlig von dem ab, was uns unser geistiger Meister sagt .Und wenn unser geistiger Meister uns sagt: "Setz dich hin und studiere dieses Buch", dann setz dich hin und studiere dieses Buch, das ist dann wirklich dein Dienst. Auf der anderen Seite ist es uns in der Gaudiya Math Tradition vermittelt worden, dass selbst das Studium des Srimad Bhagavatams Maya ist, wenn du nicht deinen Guru hast, der gesagt hat: "Mach das jetzt!" So streng, so orthodox wird die Beziehung zum geistigen Meister aufgefasst, dass selbst das Studieren seiner Bücher Maya ist, wenn er dir nicht sagt: "Mach das jetzt !" Denn, den Verstand unabhängig zu lassen, dass er einfach nur das macht, was ihm gerade so einfällt, ist das gefährlichste, was es überhaupt nur gibt. Obwohl der Verstand sich das oft so hindreht: "Das ist doch auch spirituell. Ich studiere doch den ganzen Tag. Ich singe doch die Namen den ganzen Tag. Ich gehe doch andere Vaishnavas besuchen." Und dieses und jenes. Das sind ja alles Sachen, die irgendwo Hand und Fuß haben. Die sind ja toll. Aber ohne den Segen und ohne den Schutz unseres geistigen Meisters haben wir ein Missverständnis.

Deshalb, man akzeptiert ja auch nicht so ruck -zuck einen geistigen Meister. Sondern man akzeptiert den, weil man das Gefühl hat, Krishna hat den geschickt, um mich zu leiten; hat den geschickt, um nach mir zu schauen; hat den geschickt, weil der mich kennt; mich versteht; mich liebt und Krishna liebt und mich nur zu Krishnas Freude beschäftigen wird. Und wenn das nicht so wäre, warum sollte ich machen, was er sagt. Warum sollte ich ihn akzeptieren? Das ist doch keine Tradition in dem Sinne; das ist doch kein Ritual; ist nicht nur eine Formsache; ist kein Dogma (Du musst Jemanden akzeptieren, egal, wer es ist) Überhaupt nicht! Man akzeptiert ja einen geistigen Meister nur als einen Vertreter der Wahrheit. Deshalb ist es ganz wichtig, dass, wenn man ihn hat, ihn auch sehr ernst nimmt, und seinen Segen ersucht für all das, was man machen möchte.

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