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Wir über uns

Das Gurutattva


von Swami B.A.Paramadvaiti, Berlin, 4.5.99

Eine Oase in der Wüste


"Das Vaishnavakloster"

Ein Vaishnavakloster hat nicht diese Vorstellung. Wenn aber Jemand wirklich ein Einsiedlerleben leben möchte, ein ganz und gar entsagtes Leben, dann soll er irgendwo in einer Höhle oder unter einem Baum leben, oder rumpilgern .Soll er sehen, wie er den Menschen etwas darüber erzählt. Dass man aber in ein Kloster einzieht, damit man nicht mehr arbeiten bzw. sich über gewisse Dinge keine Sorgen mehr machen muss, das ist nicht der Sinn eines Vaishnavaklosters. Solche Vaishnavaklöster sind nicht empfohlen. Für die Babajis, die diese Art Leben führen wollen, wird empfohlen, sich wirklich noch mit den rauesten Umständen des Lebens auseinander zusetzen, damit sie diese ganze demütige Abhängigkeit von Krishna nicht vergessen. Der einzige Grund, einen Ashram, ein Vaishnavakloster zu haben, ist, dass andere Menschen dorthin kommen können, um etwas lernen und z. b. eine Woche bleiben zu können. Oder für ein bzw. drei Monate bleiben und sich entspannen zu können. Die ganze Verwirrung dieser Welt abblättern zu lassen und sich entschließen zu können. "Ja, wir sollten auch was für den Höchsten Herrn tun. Wir sind hier, um etwas Gutes zu tun. Wir sind geboren worden, um spirituelle Aktivitäten zu entdecken und zu praktizieren. Das ist ein Geschenk unseres Lebens. Wir sind nicht hier, um Doktoren oder Nobelpreisempfänger zu werden. Wir sind nicht geboren worden, um Schönheitsköniginnen zu sein, oder um die schnellsten Langstreckenläufer zu werden, oder hinter Fußbällen her zu rennen wie Verrückte. Wir sind nicht dazu geboren worden , um nur unsere Sinne zufrieden zustellen. Ganz im Gegenteil. Wir sind hier geboren worden, um unsere Sinne und unseren Verstand zu reinigen und sie in Krishnas Höchsten Heiligsten Dienst zu stellen. Der der Einzige ist, der es mit allen gut meint. Der der Einzige ist, der alle kennt und alle liebt und deshalb niemanden vorzieht. Und Niemanden benachteiligt. Deshalb, wirklich ihm zu dienen, ist die Schlussfolgerung, mit der sich jeder gesunde und liebevolle Mensch leicht identifizieren kann.Und deshalb sind wir hier geboren, um diese Dinge zu lernen." Und das ist der Vorgang. Ein Vaishnava ist eine Oase, denn er spricht darüber. Und der Ashram ist eine Oase, wo man darüber in konzentrierter Form erfahren kann. Gleichzeitig begleitet mit Sadhana ;das heißt "Frühaufstehen". Viel singen, viel studieren und dann viel Einsatz bringen. Spirituelles Leben heißt: "Spirituelle freiwillige Feuerwehr". Da geht man rein und dann geht man raus, um zu sehen, wie man das Feuer, den Waldbrand der materiellen Existenz löschen kann. Das ist eine wunderschöne Beschäftigung. Denn dort lernt man andere Menschen kennen. Von Herz zu Herz.

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