Home      Impressum
Wir über uns

Das Gurutattva


von Swami B.A.Paramadvaiti, Berlin, 4.5.99

"Krishna gibt uns auch den Guru"


"Der Guru ist der Diener seiner Schüler"

Die Schüler mögen das nicht so sehen, aber das ist eine Tatsache. Du brauchst ja nur schauen, was er den ganzen Tag macht. Er kümmert sich um dieses und jenes, dass alles gut geht. Was heißt das? Es ist ein Dienst. Er fühlt sich für die Bewusstseinsentwicklung derjenigen, die zu ihm gekommen sind, verantwortlich und beschäftigt sich unaufhörlich in diesem Sinne. Im Grunde ist der Guru der Lehrer des Dienens. Denn er dient von morgens bis abends. Und deshalb wird derjenige, der ihm folgt, auch ein Diener werden. Wenn Du den Guru dienen siehst, wie kannst Du dann als Schüler sagen: "Ich will bedient werden!" Das geht ja nicht. Man sieht den Guru dienen, dann will man natürlich noch mehr dienen. Deshalb ist das eine Beziehung, die ganz und gar nur durch Krishnas eigene Erfindung existiert. Krishna hat das Guru-tattva ins Leben gerufen. Krishna hat es uns zu seiner Freude zur Verfügung gestellt. Und Guru parampara heißt, die Schülernachfolge derjenigen, die die besten Diener sind. Guru ist die höchste Persönlichkeit des Dienens zur Höchsten Gottheit .Deshalb wird gesagt, im Guru -astakam: "Der Guru ist wie der Höchste Herr. Und wenn wir den Guru verehren, verehren wir den Höchsten Herrn. Wenn wir auf den Guru hören, ist es, als wenn wir auf den Höchsten Herrn hören. Und so ist eine Beziehung. Deshalb ist er dem Höchsten Herrn sehr, sehr lieb. Aber er sieht sich immer als einen Diener. Und zwar, nicht nur als einen Diener, er sieht sich als einen Anwärter darauf, ein Diener von seinem geistigen Meister zu werden. Er bildet sich nicht einmal ein, dass er ein großer Diener wäre. Obwohl es andere geben mag, die sagen: "Du bist mein großer Guru, wie z.B. die "Vyasa- Puja" traditionell so zelebriert wir, dass die Schüler dem Guru ihren Dank aussprechen. Der Guru sagt seinen Schülern:" Ihr seid meine Retter!" Der Schüler sagt dem Guru: "Du bist mein Retter!" Ja, am Schluss weiß ja nun keiner mehr, was denn überhaupt los ist. Ja, wenn Du spirituelle Reife hast, dann verstehst Du das alles sehr gut. Und wenn Du keine spirituelle Reife hast, da kannst Du auch noch so viel drüber reden. Du wirst es sowieso nicht verstehen. Das ist ein spiritueller vertrauter Austausch der Liebe. Und genauso sieht es aus zwischen Krishna und seinen vertrauten Geweihten.

<<< zurück     Menu     weiter >>>
altindische Philosophie altindische Philosophie
Neuerscheinungen Neuerscheinungen
Vorträge auf Tonträgern Vorträge auf Tonträgern
Vorträge zum Download
Vorträge zum lesen
heilige Schriften
über die Bhakti Bhakti-Yoga Tradition
spirituelle Ernährung
Ayurveda
Yoga
Links
Mail